(Sellnick, M. & Forsslund, K. - H. 1955)

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Sellnick, M., Forsslund, K. - H. (1955) Die Camisiidae Schwedens (Acar. Oribat.). Arkiv för zoologi 8 : 473 – 478, doi. Versioned wiki page: 2014-07-16, version 61125, https://species-id.net/w/index.php?title=(Sellnick,_M._%26_Forsslund,_K._-_H._1955)&oldid=61125 , contributors (alphabetical order): PlaziBot.

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BibTeX:

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RIS/ Endnote:

TY - JOUR
T1 - Die Camisiidae Schwedens (Acar. Oribat.)
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Y1 - 1955
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M3 - doi:TODO

Wikipedia/ Citizendium:

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Taxonavigation

Ordo: Sarcoptiformes
Familia: Camisiidae

Name

Camisia Sellnick, M., 1955Wikispecies linkPensoft Profile

  • Camisia Sellnick, M., 1955, Arkiv för zoologi 8: 473-478.

Discussion

Wie die Arten der Gattung Carabodes (Ark. f. Zoologi, Ser. 2, Band 4, Nr. 22, 1953), so haben auch die der Familie Camisiidae fuer den schwedischen Wald eine gewisse Bedeutung. Wir haben uns daher entschlossen, fuer die Bodenforscher die dahinein gehoerenden Arten einmal genauer zu untersuchen und leicht verstaendliche Bestimmungstabellen nebst Beschreibungen und Abbildungen zu geben. Ueber die Stellung der Familie im System der Oribatei moege man Sellnicks Tabelle [17] 1) Seite 3 und 4, oder bei Willmann [24], Seite 93 und 94 nachlesen. 1) Die Zahlen in eckigen Klammern weisen auf eine Zahl des Literaturverzeichnisses hin.

Description

Die allgemeinen Merkmale der Camisiidae sind folgende: Der Koerper ist auf der Oberseite flach, bisweilen sogar etwas eingesenkt, niemals hoch gewoelbt. Bei allen Gattungen der Familie ist die Haut des Propodosomas (Prop) kraeftig, in der Mitte hinter den Lamellarhaaren (Lamh) zwischen den Erhoehungen, auf denen die Pseudostigmata oder Bothridien (Bothr) liegen, mit einer flachen Laengssenke. Die Rostralhaare (Rosth) am Vorderende des Prop, dem Rostrum (Rost), sind die. kuerzesten des Prop. Die Lamh sind laenger und stehen, wie die Interlamellhaare (Inth) bisweilen auf Apophysen. Die pseudostigmatischen Organe oder Sensilli (Sens), welche den Bothr entspringen, haben die verschiedenartigsten Formen, von der einfachen Borste bis zu einer kugeligen Keule auf duennem Stiel. Bei einigen Gattungen steht auf der Aussenseite der Bothr das meist sehr feine Exostigmal- oder Exobothridialhaar (Exbh). Das Prop ist insofern bemerkenswert als seine rueckseitige Panzerflaeche mit der unterseitigen nur durch eine duenne Haut verbunden ist. Bei der Praeparation lassen sich daher beide Teile recht leicht voneinander trennen. Auf der Rueckenflaeche des Hysterosomas (Hyst) ist oft eine schmale Randpartie mehr oder weniger deutlich von der Mittelflaeche (MF) abgesetzt. Am Hinterende des Randteils sitzt immer ein Porus mit kraeftiger, erhabener Chitinumrandung, der Ausgang einer Druese (gla). Der Randteil bis gla traegt immer nur 4 Borsten in Laengsreihe, nach Grandjean [9] C 3, D 3, E 2 und F 2 benannt. Die vorderste dieser Borsten, C 3, gehoert zu einer Querreihe am Vorderrande des Hyst, von innen nach aussen C 1, C 2 und C 3; Die innerste dieser 3 Borsten, C 1, ist die erste einer Laengsreihe auf MF, mit C 1, D 1, D 2 und E 1 bezeichnet. Eine fuenfte Borste in der Reihe rechnet man bereits zu den Borsten des Hinterrandes (PN 2). Die grosse Eckborste wird K 1 genannt. Die anderen Haare des Hinterrandes sind PN 1 und PN 3. Diese letztere sitzt meist schon mehr auf der Unterseite. Der hintere Teil des Koerpers ist oft hoeher als der vordere. Der Abstand der Rueckenflaeche des Hyst von der Bauchflaeche wird nach dem Hinterende zu immer groesser, so dass die Seitenflaeche gelegentlich die Form eines Dreiecks bekommt. Diese seitliche Platte, die bisweilen im rechten Winkel zur Rueckenflaeche steht, fasst auf die Unterseite des Koerpers herum und umschliesst hier das Genitalanalfeld. Die spaltfoermige Genitaloeffnung und die ebenso gestaltete Analoeffnung liegen hintereinander, ohne ineinander ueberzugehen, denn das quergelagerte Praeanalschild von mehr oder weniger dreieckiger Form schliesst das Vorderende der Analoeffnung ab. Jede Oeffnung ist von 2 Schildstuecken flankiert (G und A). Die Platten G haben trapezische oder viereckige Form und tragen gewoehnlich am Innenrande 9 Borsten oder auch mehr. Die beiden Platten A sind blattartig gebildet und die Zahl ihrer Borsten betraegt nur 2 oder 3. Aussenseits dieser beiden Plattenpaare gibt es ein langgestrecktes Panzerstueck, das gelegentlich in Hoehe des Raumes zwischen G und A die Andeutung einer Trennung aufweist, das Aggenitalanalschild. Da es anscheinend aus zwei Teilen zusammengeschmolzen ist, bezeichnen wir jeden gesondert, also den neben G mit, Ag, den neben A mit An. Auf An sitzen immer 3 Borsten in Laengsreihe, ad 1, ad 2 und ad 3. Die hinterste, ad 1, ist gewoehnlich laenger und kraeftiger als die anderen. Auf dem Innenrande von Ag koennen 2 Borsten, adg 1 und adg 2, sitzen. Sie koennen aber auch auf der weichen Haut zwischen G und Ag stehen. Sie fehlen bei Nothrus. Der Panzer der Seitenflaeche des Koerpers umfasst das Genitalanalfeld so, dass hinter dem Analteil ein mehr oder weniger spitzer Winkel gebildet wird, oder so, dass durch die Kanten der Seitenflaeche und die wagrechte Kante des Hinterrandspanzers 2 fast rechte Winkel enstehen, welche wie ein Ende eines Vierecks die weiche Haut hinter der Analoeffnung einrahmen. Die Sternalpartie laesst 4 Paare von Epimeren (Ep) gut erkennen. Sie sind auf jeder Koerperseite immer miteinander verschmolzen, ihre Grenzen jedoch meist mehr oder weniger tiefe Furchen, deren Raender mit Knoetchen besetzt sind. In der Mitte sind die Ep entweder gaenzlich voneinander getrennt, oder auch ganz oder teilweise verwachsen. Das glatte, schmale Chitinband am Vorderrande der Sternalpartie, welches den Hinterrand des Camerostoms (Cam) darstellt und den Hinterrand des Gnathosomas (Gn) umfasst, weist in seiner Mitte stets einen sehr schmalen Laengsspalt auf. Das eifoermige Cam wird durch das Gn, bestehend aus dem Hypostom (Hyp), den beiden Maxillen (Mx.) und den neben diesen sitzenden Palpen (Plp) voellig bedeckt. Der Hinterrand des Hyp ist gut konvex, die beiden vorderen Seiten gerade. Sie bilden einen mit dem Scheitel nach vorne gerichteten nahezu rechten Winkel. An diesen Schenkeln sitzen die Mx und neben ihnen die Plp. Das Hyp traegt 2 Haare (eins jederseits), die meist nahe an den Schenkeln zu finden sind. Auf jeder Mx ist in der Mitte ein Haar zu sehen und hinter ihrem Vorderende, also auf der Innenseite, 2 oder 3 leicht an der Spitze nach innen gebogene. Bei einigen Gattungen erkennt man ausserdem in Hoehe des Palptrochanters und dicht neben ihm ein oder 2, gelegentlich sogar 3 feine Boerstchen. Bei anderen Gattungen fehlen sie anscheinend. Die Plp haben 5 freie Glieder. Der Trochanter ist sehr kurz. Die Plp und die Mandibeln (Mdb) kommen hier nicht in Betracht. Das beachtenswerteste Merkmal der Beine ist die Gestalt von Genu und Tibia. Beide sind annaehrend gleich kurz, nicht viel laenger als breit und fast zylindrisch, d. h. das Vorderende beider Glieder hat nahezu denselben Durchmesser wie das Hinterende. Die Tarsen haben eine, zwei oder drei Krallen.

Discussion

Fuer die schwedische Fauna kamen bisher die folgenden 4 Gattungen der Familie in Betracht: Camisia von Heyden 1826, Nothrus C. L. Koch 1836, Platynothrus Berlese 1913, Heminothrus Berlese 1913. Was die bisherigen Berichte ueber in Schweden gesammelte Camisiidae anbetrifft, so sind es ihrer nicht sonderlich viele. Sellnick zaehlt nur 8. 1. C. H. Andersen [1] ist 1863 der erste mit 3 Arten, die in Skane gesammelt wurden. Von den zu den Camisiidae gehoerenden Milben nennt er Nothrus peltifer C. L. Koch, N. angulatus C. L. Koch und N. palustris C. L. Koch. Durch die Freundlichkeit des Herrn P. Dalenius erhielt Sellnick die Praeparate von N. peltifer und N. angulatus der Andersenschen Kollektion aus dem Zoologischen Institut der Universitaet Lund und so konnten die Arten nachgeprueft werden. N. peltifer ist Kochs Art und heisst heute Platynothrus peltifer. N. angulatus ist Heminothrus thori Berlese. Interessant ist es, dass der Bestimmer auf dem Schildchen des Originalpraeparats schreibt: N. angulatus. "Obs. nahe dieser, vielleicht eine neue Art". In der Tat wurde ja Heminothrus thori erst 1904 als neue Art (Angelia thori) von Berlese beschrieben. 2. In weitem Abstande folgt 1902 I. Traegardh [20] mit einigen Camisiidae aus Lappland. Er nennt Camisia peltifera (C. L. Koch) = Platynothrus peltifer. Camisia biciliata (C. L. Koch) = Nothrus pratensis Selln. Camisia horrida (Hermann), die er fuer identisch mit Nothrus borealis Thorell haelt. Die Ausfuehrungen Traegardhs ueber die Identitaet seiner Arten mit anderen sind mehrfach nicht richtig. 3. 1910 nennt Traegardh [22] folgende Arten aus Lappland: Nothrus punctatus L. Koch = Platynothrus punctatus. Nothrus peltifer C. L. Koch = Platynothrus peltifer. Nothrus lapponicus n. sp. = Camisia lapponica. Nothrus horridus (Herm.) var. borealis Thorell = Camisia borealis. Nothrus segnis (Hermann) = Camisia exuvialis Grandjean = C. biurus (C. L. Koch). Nothrus targionii Berl. = Heminothrus paolianus Berl. var. longisetosus Willmann. Nothrus biciliatus C. L. Koch = Nothrus pratensis Selln. 4. Erst nach mehr als 30 Jahren kommt wieder eine Fundortliste schwedischer Milben heraus, die einige Camisiidae enthaelt und wieder ist sie ueber Milben aus Lappland geschrieben. Es ist die von C. Willmann [25] 1943 ueber die von Professor Thienemann gesammelten Milben. In ihr werden genannt: Camisia spinifer (C. L. Koch). Uronothrus kochi nom. nov. fuer Nothrus segnis C. L. Koch (non Hermann). Doch hat Grandjean [9] 1936 die Art bereits exuvialis genannt. (Siehe unter 3.) Nothrus pratensis Sellnick. Nothrus palustris C. L. Koch. Nothrus borussicus Sellnick. Platynothrus punctatus (L. Koch). Platynothrus peltifer (C. L. Koch). Platynothrus lapponicus (Traegardh) = Camisia lapponica. Heminothrus thori (Berlese). 5. In demselben Jahre gibt K.-H. Forsslund [7] einige Fundortslisten aus Vaesterbotten. Er erwaehnt Camisia lapponica (Traegardh). Camisia segnis (Hermann) = C. biurus (C. L. Koch). Heminothrus paolianus longisetosus Willmann. Neonothrus humicola Forsslund n. sp. (ohne Beschreibung). Nothrus palustris C. L. Koch. 6. In seiner Zusammenfassung fuehrt Forsslund [8] 1945 dieselben Arten auf, doch Camisia biurus unter dem Namen C. scabra (L.). 7. Dalenius bringt [6] 1950 folgende Arten aus dem suedlichen Schweden (Skane, Blekinge, Smaland und Oeland): Camisia biverrucata C. L. Koch. Camisia horrida (Hermann). Camisia horrida (Herm.) var. borealis (Thorell). Camisia bicarinata = C. segnis (Hermann) Grandjean. Camisia spinifer (C. L. Koch). Nothrus palustris C. L. Koch. Nothrus borussicus Sellnick. Platynothrus peltifer (C. L. Koch). Heminothrus thori (Berlese). Heminothrus paolianus Berlese var. longisetosus Willmann. 8. Als letzter folgt Tarras-Wahlberg [18] 1952 mit 2 Arten aus Smaland: Nothrus pratensis Sellnick. Platynothrus peltifer (C. L. Koch). Es sind also bisher folgende 16 Arten gesammelt worden: Nothrus palustris in 1, 4, 6, 7. N. pratensis in 4, 8. N. borussicus in 4, 7. N. silvestris in 2, 3, 7. Camisia biverrucata in 7. C. segnis in 7. C. horrida in 2, 3, 7. C. borealis in 3, 7. C. lapponica in 3, 4, 6. C. biurus in 3, 4, 5, 6. C. spinifer in 4, 7. Platynothrus peltifer in 1, 2, 3, 4, 6, 7, 8. P. punctatus in 3, 4. P. thori in 1, 4, 7. Heminothrus paolianus longisetosus in 3, 5, 6, 7. Neonothrus humicola in 5, 6. Ausser den oben angefuehrten Verkuerzungen werden unten folgende benutzt: D = P. Dalenius, F = K.-H. Forsslund, L = H. Lohmander, S = M. Sellnick, T = I. Traegardh, Ti = A. Thienemann. - Namen der schwedischen Provinzen: Bh = Bohuslaen, Bl = Blekinge, Dlr = Dalarna, Dls = Dalsland, Gstr = Gaestrikland, Hall = Halland, Hls = Haelsingland, Hrj = Haerjedalen, Jmt = Jaemtland, Lu Lpm = Lule Lappmark, Mpd = Medelpad, Nrk = Naerke, Sdm = Soedermanland, Sk = Skane, Sm = Smaland, T Lpm = Torne Lappmark, Upl = Uppland, Vb = Vaesterbotten, Vrm = Vaermland, Vstm = Vaestmanland, Ang = Angermanland, Oeg = Oestergoetland, Oel = Oeland.

Taxon Treatment

  • Sellnick, M.; Forsslund, K. - H.; 1955: Die Camisiidae Schwedens (Acar. Oribat.), Arkiv för zoologi 8: 473-478. doi
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No known copyright restrictions apply on this formal expression of scientific knowledge. See Agosti, D., Egloff, W., 2009. Taxonomic information exchange and copyright: the Plazi approach. BMC Research Notes 2009, 2:53 for details.